Historisch verbunden und eingebettet: Berlin
Es ist unmöglich, auf die Bundeshauptstadt Berlin in diesem Rahmen umfassend einzugehen, dazu hat diese Stadt viel zu viele Facetten. Aber wir wollen an dieser Stelle auf einige Hinweise nicht verzichten.
Berlin war seit Mitte des 15. Jahrhunderts die Hauptstadt der Mark Brandenburg, wurde 1701 zudem die Hauptstadt des Königreiches Preußen, 1871 die des Kaiserreiches, schied aber 1920 mit dem Erlass des Groß-Berlin-Gesetzes als eigenes Land aus Brandenburg aus.
Die Verbindungen sind aber zumal nach der Wiedervereinigung nach wie vor sehr eng. Potsdam ist mit Berlin verbunden, als wäre es ein Teil einer Gesamtstadt. In Potsdam, so wie auch in anderen Orten des sogenannten „Speckgürtels“ um Berlin wohnen viele Berliner, andererseits wurden auf die freien Flächen des Umlandes auch zahlreiche Gewerbe-Ansiedlungen begründet.
Wir werden deshalb die Hauptstadt – obwohl sie streng genommen ja nicht mehr dazugehört – bei unseren Themen, unseren Vorträgen und unseren Ausstellungen so weit wie möglich einbeziehen und berücksichtigen.
Einige Stichworte zu Berlin:
- Es ist eine der „spätesten“ Hauptstädte Europas
- Aus diesem Grund, und durch die große Zerstörung im letzten Krieg ist sie gleichzeitig die modernste
- In keiner Stadt Europas, ja nicht einmal der Welt, sind die Entwicklungen der modernen Architektur so genau nach zu verfolgen wie in Berlin, hier stehen gleichzeitig sechs Siedlungen der Zwanziger Jahre unter Welterbe-Schutz. Auch in der Nachkriegszeit bemühte man sich, den Anschluss nicht zu verlieren, Beispiele sind das Hansaviertel der 50er Jahre und die Internationale Bauausstellung der 80er. Seit der Wiedervereinigung bauen berühmte Architekten aus allen Ländern an der Wiedererrichtung der Innenstadt.
- Dabei hat die Stadt, geschuldet der weitläufigen Zerstörungen nicht überall ein schönes Stadtbild, aber sie ist einzigartig durch ihren flächendeckenden Bestand an Straßenbäumen. Als „grüne Stadt“ wird sie sehr geschätzt.
- Mit einem herausragenden Bestand an Kunstwerken in ihren Museen steht Berlin keiner anderen Stadt in der Welt nach, sie steht in der ersten Reihe neben Paris und London. Der Hauptstandort der Museen ist die Museums-Insel, die ebenfalls unter Welterbeschutz der UNESCO steht. An den einzelnen Museen wird noch auf etliche Jahre gebaut, eine bedeutende Erweiterung an Flächen wird das wieder aufgebaute Schloss beitragen. Daneben spielen noch das Kunstforum am Matthäi-Kirchplatz und das Areal um das Charlottenburger Schloss eine bedeutende Rolle.
- Mit den Berliner Philharmonikern, mit drei Opernhäusern und zahlreichen Theatern ist die Stadt auch im aktuellen Kulturleben eine Weltstadt.
- Im Westen der Stadt bildet die Havel mit drei großen Seen, dem Tegeler See, dem Havel- und dem Wannsee eine ausgedehnte Wasserfläche, die Spree bildet dagegen im Südosten mit dem Müggelsee ein Pendant. Hätte Berlin im Westen nicht diese Seenfläche gehabt und dazu den ausgedehnten Grunewald, vielleicht hätte die Bevölkerung dann die lange Isolation im Westbezirk gar nicht auf Dauer ausgehalten.












